Prothetik

Prothetik – „Zahnersatz made im Saarland“:

Allgemeine Grundinformationen:

Vor der Anfertigung von Zahnersatz, besonders bei größeren Arbeiten, müssen eventuelle Entzündungen des Zahnhalteapparates, Parodontitis, erfolgreich behandelt sein. Nur auf einem guten „Fundament“ lässt sich erfolgreich wieder etwas aufbauen.

Wir präparieren nach dem Prinzip der anatoformen Formreduktion (Reduzierung der Zahnhartsubstanz unter Beibehaltung der anatomischen Grundform) mit zirkulärer Hohlkehle, parallelen Wänden im unteren Anteil (sie ist für den Halt der Restauration verantwortlich, nicht der Befestigungszement bzw. Kunststoffkleber) und abgerundeten Kanten (es brechen im Gipsmodell später keine Kanten weg). Wir erhalten exakte Ränder und Modelle, auf denen der Techniker Ihren Zahnersatz mit maximaler Präzision anfertigen kann.

Beispiel für unsere Präparationen:

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Zur Erweiterung des Zahnfleischsaumes für die Präzisionsabformung dient die sog. „V-Technik“. Ein mit einer blutungsstillenden Lösung getränkter, dünner Wollfaden wird zuerst um den Zahn in den Zahnfleischsaum gelegt, ein zweiter dickerer Faden darüber, nach einigen Minuten Liegedauer werden die Fäden entfernt. Alle Ränder sind jetzt optimal zugänglich und der Zahnfleischsaum bleibt trocken. Mit Permadyne® (einer dünnfließenden Abformmasse) wird der relativ trockene Zahnstumpf umspritzt und gleichzeitig wird die Abformmasse mit dem Luftpuster gleichmäßig über den Zahn und in den erweiterten Zahnfleischsaum verblasen. Der mit Impregum® gefüllte Löffel wird dann darüber gesetzt. Die Abbindephase dauert 5 Minuten. Wir erhalten optimale Abformungen.

Die Außenschliffe bei indirekten Restaurationen (Inlays, Teilkronen) werden bei uns mittels Ultraschallpräparation gefertigt. Die Aufsätze sind nur einseitig diamantiert, wir schützen so die Nachbarzähne optimal vor Verletzung und erhalten gut rekonstruierbare Ränder.

Totalprothetik:

Zur Herstellung von Totalprothesen fertigen wir nach einer ersten Abformung der Kiefer und evtl. bereits vorhandener Vorgängerprothesen mit Alginat individuelle Löffel für Ihren Kiefer passend an. Die Randgestaltung erfolgt dann im Patientenmund mit einer im Wasserbad erweichten Kerr-Masse bis der Löffel optimaler Weise bereits ohne Abformmasse saugt. Die Abformung erfolgt auch hier mit Impregum®. Im Anschluss an die Abformung wird gleich der Gesichtsbogen angelegt, wir erhalten zur Bissregistrierung bereits in allen Ebenen passende Wachswälle.

Nach der sog. Bissnahme erfolgt die Anprobe der Wachsaufstellung. Wir überprüfen die Passgenauigkeit, die korrekte Bisslage und das ästhetische Ergebnis. Wir können dabei noch Änderungen durchführen bis wir das optimale Ergebnis zu Ihrer Zufriedenheit erreichen.

Danach wird der Zahnersatz fertig gestellt und beim Einsetztermin nochmals überprüft.

Eine neue Prothese kann nach einiger Zeit Druckstellen erzeugen. Daher prüfen wir in einem Kontrolltermin, ob Sie mit Ihrem neuen Zahnersatz zurecht kommen und beseitigen eventuelle Störstellen.

Neben der „einfachen Standardprothese“ fertigen wir gerne individualisierte Prothesen an. Diese sind an Ihre Persönlichkeit, Lebensalter und Ernährungsgewohnheiten usw. angepasst. Hierbei sind von schiefen Zähnen, abgenutzten, verfärbten, gerissenen Zähnen über Goldinlays bis hin zum eingepassten Schmuckstein keine Grenzen gesetzt.

Bringen Sie dazu bitte aussagekräftige Fotos von sich mit und ggf. eine weitere Person Ihres Vertrauens zur Beratung bei den Anprobeterminen.

Individualisierte Prothese:

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Kronen und Brücken:

Einzelkronen aus Vollkeramik:

Die Versorgung mit Kronen und Brücken aus Vollkeramik ermöglicht eine nahezu perfekte ästhetische Rekonstruktion, die im Mund praktisch nicht mehr als „Ersatz“ zu erkennen ist. Sie stellen ein Höchstmaß an Biokompatibilität dar, d.h. sie lösen keine Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen aus. Vollkeramische Restaurationen erfüllen höchste ästhetische Ansprüche und stehen dem natürlichen Zahn in Aussehen, Verträglichkeit und Lichtdurchlässigkeit nicht nach.

Modell des beschliffenen Zahnes:

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Vollkeramikkrone auf dem Modell:

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Eingesetzte Vollkeramikkrone im Mund:

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Frontzahnkronen auf dem Modell:

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…und eingesetzt im Mund

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Einzelkronen im Seitenzahnbereich:

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Daneben bieten wir Ihnen aber auch „herkömmliche“ VMK-Kronen (Verbund-Metall-Keramik) mit Edelmetall- oder Nichtedelmetallgerüsten, die nach Wunsch oder nach Kassenrichtlinien unverblendet, zahnfarben teilverblendet oder vollverblendet gestaltet werden können.

Implantatgetragener Zahnersatz:

Fehlende Zähne können statt mit Brücken auch durch Einzelzahnimplantate ersetzt werden. Dadurch braucht man die bestehenden Nachbarzähne nicht zu beschleifen, die natürliche Zahnsubstanz kann erhalten bleiben, der Kieferknochen im Bereich des fehlenden Zahnes wird durch das Implantat nicht weiter durch den Körper selbst abgebaut (körpereigene Strukturen werden bei Nichtbeanspruchung nach und nach abgebaut, die sog. Inaktivitätsatrophie), der Einzelzahnersatz ist besser zu reinigen als unter einer Brücke, es entstehen im Laufe der Zeit keine abbaubedingten Hohlräume wie unter Brückenzwischengliedern. Auf einem Implantat können verschiedenste Arten von Zahnersatz verankert werden. Es ist auch möglich wieder neuen Ersatz darauf anzufertigen. Wenn Kronen oder Brücken einmal beschädigt sein sollten oder wenn Nachbarzähne verloren gehen, kann dieses vorhandene Implantat dann für eine anstehende neue Versorgung  verwendet werden. Der Chirurg überprüft das bestehende Knochenangebot und bestehende Allgemeinerkrankungen oder Kontraindikationen ob ein Implantat gesetzt werden kann. Raucher haben z.B. ein deutlich erhöhtes Risiko, dass ein Implantat wieder verloren gehen kann! Ein unzureichendes Knochenangebot kann in bestimmten Fällen auch durch augmentative Verfahren wie Knochentransplantation, Sinuslift, Bonespreading, Bonesplitting, Kallusdistraktion oder Knochenersatzmaterialien verbessert werden. Darüber kann Sie der behandelnde Spezialist genauer informieren.

Vor einer Implantation braucht man sich nicht zu fürchten, es ist ein routinierter und unter lokaler Betäubung schmerzfreier Eingriff. Das gesetzte Zahnimplantat heilt unter der geschlossenen Schleimhaut für Sie unsichtbar ein. Nach einer Einheilphase von drei bis vier Monaten wird das Implantat frei gelegt. Jetzt kann man nach einer Abformung den Zahnersatz im Labor anfertigen. Diese Versorgung ist für Sie völlig schmerzfrei und recht unkompliziert.

Es können z.B. Einzelkronen, Brücken, sog. Hybridbrücken (z.B. 1 Pfeiler als Implantat und 1 Pfeiler als natürlicher Zahn zur Pfeilervermehrung um herausnehmbaren Zahnersatz zu vermeiden), und teleskop- oder steggetragene Verankerungen von Totalprothesen bei stark abgebautem Kieferkamm auf Implantaten hergestellt werden.

Gerade bei schlecht haltenden Totalprothesen, besonders im Unterkiefer, kann man durch die Verankerung auf Implantaten wieder einen sehr fest sitzenden Zahnersatz herstellen. Patienten gewinnen deutlich an Lebensqualität wenn sie wieder kraftvoll zubeißen können, sich wieder ausgewogener, vielseitiger und gesünder ernähren können, was vorher durch die schlecht sitzenden Prothesen erheblich eingeschränkt war. Auch das Selbstwertgefühl, die Sicherheit fest sitzender Prothesen im täglichen Leben stellt einen erheblichen Gewinn für die Patienten dar.

Teilprothesen:

Fehlende Zähne können mit einfachen sog. Modellgussprothesen mit Klammerverankerung oder mit Teleskopkronen als Verankerung ersetzt werden. Teleskopkronen sind Doppelkronen. D.h. eine Krone sitzt fest auf dem präparierten Zahn, eine zweite darauf passende Krone am herausnehmbaren Zahnersatz. Diese sitzt dann bei eingesetzter Prothese über der ersten Krone auf dem Zahn, dadurch sieht man die Verankerung nicht mehr wie bei der Klammerprothese. Der Ersatz ist ästhetischer und auch besser befestigt.

Teleskopverankerung:

Geschiebe-, Riegel- und Ankerkonstruktionen führen oftmals konstruktionsbedingt als Hygienehindernisse zu Zahnfleischentzündungen, Funktionsausfall der Halteelemente, Knochenabbau und damit zum Verlust des betreffenden Zahnes und damit meist auch des gesamten Zahnersatzes.

Die Verankerung mittels Teleskopkronen bringt für Sie als Vorteile mit sich: einfache Reinigung, unkomplizierte Reparatur- und Erweiterungsmöglichkeit.

Coverdentureprothetik:

Bei nur noch wenigen vorhandenen Restzähnen fertigen wir Totalprothesen mit integrierten Doppelkronen (Teleskopkronen). Diese haben Führungs-, und Stabilisierungsfunktion, sie geben den Prothesen sicheren Halt und Trage- bzw. Kaukomfort.

Im Bereich der Restzähne bleibt der Knochen erhalten, der Patient behält ein gewisses Tastgefühl fürs Kauen, die Pfeiler sind stabilisiert, das umgebende Zahnfleisch vor Speiseresteinlagerung geschützt, die Restzähne sind optimal zu reinigen, und sollte doch einmal ein weiterer Zahn verloren gehen, ist durch einfaches Verschließen der Innenkrone der selbe Zahnersatz bis zum Verlust des letzten Zahnes und darüber hinaus zu tragen, ohne dass eine Neuanfertigung nötig ist. In Nichtedelmetall gefertigte Teleskope sind in ihrer Funktion und Verträglichkeit denen aus Gold nicht unterlegen, im Preisvergleich zu Gold sind sie unschlagbar günstig.